Wem hilft „Känguru“?
Känguru wendet sich an sehr
junge Kinder.In diesem Alter erlernen die Kinder die Sprache intuitiv, sie sind
sehr leicht zu motivieren und das Programm verlangt diesen Kindern nicht mehr
ab, als sie unter optimalen Inputbedingungen aufgrund ihrer natürlichen
Lernfähigkeit selbständig zu leisten imstande wären.
Wo wird „Känguru“ eingesetzt?
Der Kurs wird in lokal
etablierten und akzeptierten Einrichtungen durchgeführt, da die Kinder mit
Migrationshintergrund in Deutschland in diesem Alter meist nicht institutionell
betreut werden. Dies sind Familienzentren, Kindertageseinrichtungen, kommunale
Einrichtungen wie „internationale Begegnungsstätten“, Einrichtungen der Caritas
oder der Diakonie, interkulturelle Begegnungszentren und andere Einrichtungen,
in denen sich die Familien mit Migrationshintergrund versammeln und
organisieren.
Wie wird Sprache gelernt
„Die Familiensprache erlernen
Kinder ohne spezifische Förderung über Zuwendung, sprachliches Begleiten,
Vorlesen und gemeinsames Erzählen. Lernen die Kinder gut ihre erste
Muttersprache, können sie in der sprachsensiblen Phase problemlos weitere
Muttersprachen lernen.
Kinder mit nicht-deutscher Herkunftssprache (ndH) hören zu Hause qualitativ und quantitativ unzureichendes Deutsch. Ein regelgeleitetes Lernen der Sprache, welches komplexes Verstehen und einen kreativen Gebrauch ermöglicht, erfolgt nicht ausreichend.
„Kinder, die bis zum Zeitpunkt des Erwerbs des Deutschen eine normale sprachliche Entwicklung in ihrer Muttersprache (z.B. Türkisch oder Russisch) durchlaufen haben, haben in der Regel keine Probleme mit dem Zweitspracherwerb.
Allerdings ist der Zeitpunkt des Erwerbsalters insbesondere für die morphologisch-syntaktische und phonetisch-phonologische Entwicklung in der Zweitsprache entscheidend.
Die Aneignung grammatikalischer Strukturen ist jedoch schwieriger, wenn die zweite Sprache erst nach dem 6. Lebensjahr erlernt wird (Das Zeitfenster für einen optimalen Spracherwerb schließt sich!).
In Abhängigkeit von Dauer und Intensität ihres Kontakts mit dem Deutschen haben Kinder mit nicht-deutschen Erstsprachen noch nach Schulbeginn vor allem in folgenden Bereichen Schwierigkeiten (vgl. Tracy 2006)
Kinder mit nicht-deutscher Herkunftssprache (ndH) hören zu Hause qualitativ und quantitativ unzureichendes Deutsch. Ein regelgeleitetes Lernen der Sprache, welches komplexes Verstehen und einen kreativen Gebrauch ermöglicht, erfolgt nicht ausreichend.
„Kinder, die bis zum Zeitpunkt des Erwerbs des Deutschen eine normale sprachliche Entwicklung in ihrer Muttersprache (z.B. Türkisch oder Russisch) durchlaufen haben, haben in der Regel keine Probleme mit dem Zweitspracherwerb.
Allerdings ist der Zeitpunkt des Erwerbsalters insbesondere für die morphologisch-syntaktische und phonetisch-phonologische Entwicklung in der Zweitsprache entscheidend.
Die Aneignung grammatikalischer Strukturen ist jedoch schwieriger, wenn die zweite Sprache erst nach dem 6. Lebensjahr erlernt wird (Das Zeitfenster für einen optimalen Spracherwerb schließt sich!).
In Abhängigkeit von Dauer und Intensität ihres Kontakts mit dem Deutschen haben Kinder mit nicht-deutschen Erstsprachen noch nach Schulbeginn vor allem in folgenden Bereichen Schwierigkeiten (vgl. Tracy 2006)
· Genusgebrauch: der kind, die junge
· Kasusmarkierung: der fährt mit sein roller
· Gebrauch von Präpositionen: zu hause gehen
· Auslassung von Artikeln: mit auto fahren
· Unregelmäßige Flexionsformen: fallt, willt
·
Pluralbildung: die
äpfeln, die apfel
Die Fenster des intuitiven
Lernens schließen sich unwiederbringlich mit 5 bis 6 Jahren.
Sensible Phasen des Spracherwerbs
Die Fenster des intuitiven
Lernens, unter Nutzung der hohen Plastizität des kindlichen Gehirns, schließen
sich unwiederbringlich mit 5 bis 6 Jahren.